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E Baxu and the Giants - ein filmischer Ausflug nach Namibia
25.08.2020 09.01 Uhr


Namibia ist bekannt als ein Land „der Gegensätze“ - kilometerlanger Sandstrände neben der Namib und der Kalahari Wüste, als ein Ort „der unendlichen Weiten“, faszinierenden Nationalparks, ein Land in dem Menschen vieler Kulturen zusammenleben und unzählige Tierarten ihre Heimat haben.

Klingt fast paradiesisch, wenn es nicht u.a. das große Problem der Wilderei gäbe. Obwohl 17 Prozent der gesamten Fläche unter Naturschutz stehen und es viele private Tierschutzgebiete gibt, werden vor allen Dingen Nashörner rücksichtslos gejagt und getötet, um deren wertvolle Hörner für horrende Summen ins Ausland zu verkaufen.

Durch einen Kontakt mit dem deutschen Regisseur Florian Schott, der seit Jahren in Namibia lebt, konnten einige Klassen der siebten und neunten Jahrgangsstufe im Fach Englisch - noch vor der öffentliche Freigabe -  den Kurzfilm „Baxu and the Giants“ anschauen und besprechen. In den neunten Klassen stand das Thema „Globalisierung“ und in den siebten das Thema „Zeitungsberichte, Blogs und Co.“ auf dem Lehrplan, wobei es bei einem Beispieltext um das Thema „Poaching“ ging.

Im Mittelpunkt des Filmes steht das 9 – jährige Mädchen Baxu, das sehr naturverbunden ist. Die freie Übersetzung ihres Namens bedeutet etwa „Ich habe meinen Ursprung in der Erde.“ Baxu lebt mit ihrem Bruder und ihrer Großmutter unter sehr ärmlichen Verhältnissen in einer kleinen Siedlung in Damaraland. Plötzlich ändern sich die Dinge in ihrem Dorf. Fremde Männer kommen und gehen, manche können sich plötzlich mehr leisten als andere – dazu gehört auch ihr Bruder und somit auch ihre Familie. Baxu setzt alles daran herauszufinden, was hinter der geheimnisvollen und gewinnbringenden Arbeit ihres Bruders steckt. Schockiert stellt sie fest, was ihr Bruder treibt. Das Ende dieses wunderbaren und wichtigen Kurzfilms soll an dieser Stelle nicht verraten werden, denn so viele wie möglich sollten sich diesen Film anschauen, der die Wilderei in Namibia nicht nur verurteilt, sondern auch aufzeigt, warum einige Namibier diese Entscheidung treffen.

Die meisten Schüler und Schülerinnen waren von dem Film begeistert und fanden es sehr interessant im Rahmen des Projektes, etwas über dieses grausame Thema der Wilderei zu erfahren – nämlich warum Wilderer wildern, welche sozialen und ökonomischen Gründe hinter diesem Verhalten stecken und was man tun kann, um diese Entwicklung zu stoppen. Denn wenn das Töten von Nashörnern in Namibia und anderen Ländern nicht aufhört, wird diese Tierart in absehbarer Zukunft ausgelöscht sein.

Darüber hinaus ermöglichte der Film einen kleinen Einblick in das Leben im Damaraland, das sich Nordwesten Namibias befindet und zu den ärmsten Regionen Namibias gehört. Besonders spannend war die Auseinandersetzung mit der Koisan – Sprache, die von vielen Damara gesprochen wird. Klicklaute, Schnalzen und Schmatzer sind in der deutschen Sprache völlig unbekannt, aber für Sprecher wie die Damara entscheidend, da einzelne Laute über die Bedeutung einzelner Wörter entscheiden.

 

Anbei eine kurze Nachricht von dem Regisseur Florian Schott, der sich sehr über das positive Feedback der Schülerinnen und Schüler gefreut hat:

Das ist total schön, dass der Film bei den Klassen so gut angekommen ist, das freut mich sehr.

Und ganz lieben Dank für die Kommentare der Schüler.

Sehr gerne überlege ich, wie man sie am besten veröffentlichen könnte.

Ich denke mal darüber nach.

 

Florian Schott

Shot by Shot

 

Mit Vorfreude erwarten wir Florian Schotts nächstes Projekt!

 

Ute Massow


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