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Buddy-Programm
11.05.2020 07.56 Uhr


Erst als die Quarantäne und das Homeschooling schon ein paar Wochen am Laufen waren, konnte man merken, wie wichtig Schule eigentlich für die Schüler ist. Nicht nur in Bezug auf Bildung, sondern auch in Bezug auf soziale Kontakte. Wenn man morgens nicht den ganzen Tag in der Schule ist, oder auch noch mittags, hat man deutlich mehr Zeit, um sich zu langweilen, man kann ja schließlich nicht mehr seinen Hobbies nachgehen und seine Freunde treffen. Langeweile wurde zwar durch Zeit mit der Familie die ersten paar Wochen vertrieben, aber über den Zeitraum von einem Monat hatte man dann schon das Lieblingsspiel zum 16. Mal gespielt oder das Zimmer aufgeräumt. Außerdem lernt jeder unterschiedlich. Manche lesen sich Texte einmal durch und haben sich den Inhalt gemerkt, manche müssen den Text erst hören, um ihn zu verstehen, oder brauchen einfach insgesamt Unterstützung dabei. Das eine Fach liegt einem, das andere Fach nicht. So kam es dazu, dass manche Schüler hervorragend mit dem neuen Unterricht zurechtkamen, manche aber auch gar nicht. Die älteren Schüler kommen durch ihre Selbstständigkeit und Selbstverantwortung besser klar als jüngere Schüler, die doch noch oft ein bisschen Unterstützung brauchen.

Aus Langeweile und dem Interesse daran jüngeren Schülern zu helfen, bot also eine Schülerin Nachhilfe in mehreren Fächern an. Daraus entwickelte sich das Buddy Programm.

Gesucht wurden Schüler und Schülerinnen der 9.-11. Jahrgangsstufe, die gerne Nachhilfe geben wollen. Zur Auswahl standen die Hauptfächer Deutsch, Mathe, Latein, Englisch und Französisch. Das Angebot richtete sich an die 6. und 7. Klassen. Ein Schüler der höheren Klassen bildet dabei mit drei bis vier jüngeren Schülern aus jeweils einer Jahrgangsstufe ein Team. Es werden Fragen zum Stoff der Woche und zu Aufgaben gestellt und gemeinsam beantwortet.

Nach drei Tagen Anmeldungszeit waren über 50 Schüler in das Projekt involviert! Am selben Tag noch wurden Lernteams eingeteilt und E-Mails an alle Schülerinnen und Schüler verschickt. Jetzt kann man nur abwarten und sehen, wie sich das Projekt entwickelt. Aber allein die Tatsache, dass sich so viele an diesem Projekt beteiligen wollen, zeigt schon, wie gut unsere Schulgemeinschaft zusammenhält.                                                                                                                                                                                     Thea Ettel

Ein herzliches Dankeschön seitens der Schulleitung an Thea Ettel, die die Idee zu diesem Projekt unter dem Leitgedanken „Schüler helfen Schülern“ hatte, und an alle Buddies, die sich hier ehrenamtlich ohne Bezahlung engagieren.                                        Ruth Dietz


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