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Dänemark-Austausch 2018 - Tagebuch
03.04.2018 08.44 Uhr


Samstag, der 17. März

9:45 Uhr: Treffpunkt am Hauptbahnhof in Aschaffenburg - Eine Reise in ein bis dahin unbekanntes Land, mit einer Sprache, die keiner der teilnehmenden Schüler sprechen, geschweige denn verstehen kann – Alle sind aufgeregt: „Wie ist meine Gastfamilie?“, „Schmeckt dänisches Essen?“ oder „Bekomme ich überhaupt etwas zu essen?!“ - Nicht einmal 10 Minuten nach besagten Treffpunkt, der erste kleinere Zwischenfall: Fritzs Shampoo läuft in seiner Tasche aus - Noch 11 Stunden Fahrt liegen vor uns – mit Frischeduft aus Fritz` Tasche - in 4 Zügen, 3 Mal Umsteigen - Verwirrungen beim zweiten Zug in Hanau, wir haben 10 Minuten Zeit zum Umsteigen und es muss erst noch ermittelt werden, zu welchem Gleis wir überhaupt müssen - Die weitere Reise bis Hamburg verläuft ohne weitere Zwischenfälle, trotz einiger Orientierungsprobleme schaffen wir es ohne Verluste, den Zug nach Fredericia zu erwischen – Trotzdem: eine Stunde Verspätung und wir verpassen unseren letzten Zug - Zu unserem Glück fährt der Zug stündlich - ~21:50 Uhr: Ankunft in Struer - Wir treffen zum ersten Mal unsere dänischen Austauschschüler und begeben uns erschöpft von der Reise und müde in unsere Gastfamilien. Tag eins: Check.

 

Sonntag, der 18. März

Wir waren erst in dem großen Gymnasium schnelles Hockey spielen und danach sind wir langsam zur  lieben Signe gelaufen, die Deutschlehrerin unserer Austauschschüler, um leckeren Kuchen zu essen. Danke, Signe! Gegen Abend waren wir am Hafen von Lemvig und spielten technisch anspruchsvolles Bowling. Danach waren wir  Döner Kebab essen. DÖNER MACHT SCHÖNER

 

Montag, der 19. März

Montag Morgen hieß auch für uns: Schultag. Wir begleiteten unsere Däninnen auf dem Schulweg bis in die Schule, wo wir in der ersten Pause von der gesamten Schule herzlich empfangen wurden. Natürlich hatten wir auch einen Dänisch-für-Anfänger-Kurs, in dem uns wichtige Redewendungen wie zum Beispiel „Guten Morgen!“, „Ich heiße… und bin … Jahre alt“ beigebracht wurden, was einigen nicht so leicht fiel, da die dänische Sprache viele Ausspracheregelungen beinhaltet. Laut unseren Erkenntnissen spricht man am besten Dänisch, wenn man 1-2 Bier getrunken und eine Kartoffel im Mund hat. Die Mittagspause rief, in der wir unsere von unseren Gasteltern zusammengestellten Leckereien aßen. Am Nachmittag ging es zu Fuß zum Stadtmuseum. In einer Präsentation erhielten wir viele Informationen über das Lager Rom, in dem Deutsch aus den ehemaligen Ostgebieten kaserniert waren. Am Abend gingen wir nach dem Essen bei unseren Gastfamilien noch zu Laura und Nils, um den Tag mit einem Spieleabend zu beenden.

 

Dienstag, der 20. März

Heute stand Kultur an oberster Stelle. Erste Station: Moesgaard, das historische Museum in Århus. Bei dem Wort „Museum“ denkt man immer gleich an langweilige, verstaubte Gegenstände, so aber nicht im Moesgaard: Interaktiv konnte man beispielsweise Interessantes über Rituale, Religion, und das Leben der Wikinger lernen. Natürlich gab es auch „alte verstaubte Gegenstände“, wie zum Beispiel eine Moorleiche oder die ersten Waffen aus der Eisenzeit. Mit dem Bus ging es weiter in die Innenstadt, ins Kunstmuseum Aros oder besser gesagt auf das Dach zum Regenbogen-Panorama, wo fleißig Selfies geschossen wurden. Danach schauten wir uns den Dom an, vom Hunger getrieben hielt sich die Begeisterung jedoch in Grenzen. Nachdem die Bäuche gefüllt waren, hatten wir 2 ½ Stunden Freizeit, die die meisten mit Shoppen verbrachten. Um den Ausflug abzurunden, gab es dann noch Sandwichs in der Schule und danach ließen wir den Tag in den Familien ausklingen.

 

Mittwoch, der 23. März

2. Schultag: Englisch stand auf dem Programm. Wir beschrieben uns gegenseitig einige Fotografien und spielten „Finde den Fehler“ mit dänischen Partnern. Danach fuhren wir zum Strand und besichtigten auf dem Weg noch eine kleine, süße Kirche mit tollem Panorama. Frau Massow ließ sich davon so sehr begeistern, dass wir fast ohne sie weiterfuhren. Mit allen Teilnehmern erreichten wir schließlich den Leuchtturm Bovbjerg. Nach einem kurzen Aufstieg zum Fotomachen spazierten wir am Strand entlang und ließen uns den kalten Wind um die Ohren blasen. Anschließend besuchen wir das Strandungsmuseum in Thørsminde, in dem wir sehr viel Spaß beim Verkleiden, Entdecken und Dichten hatten. Zurück in Lemvig nutzten die meisten von uns ihre Freizeit und tranken Milchshakes. Den Abend genossen wir wieder in unseren dänischen Familien mit sehr gutem Essen.

 

Donnerstag, der 22. März

Schulbeginn um 7:55 Uhr: 4 Unterrichtsstunden im Fach Englisch mit zwei sehr netten dänischen Lehrkräften. Direkt danach fuhren wir ohne unsere dänischen Austauschschüler zum Sportinternat Lomborg. Dort führte Signe, die selbst für einige Zeit Lehrerin an dieser Schule gewesen ist, durch das Internat. Aufgrund des Sportschwerpunkts Gymnastik dieser Schule wurde uns zuerst eine Choreographie der 9. und 10. Klässler gezeigt, bevor wir uns selbst in der „Trampolinhalle“ austoben konnten. Daraufhin wurde uns eine erzieherische Lehrstunde über korrektes Verhalten erteilt, da wir ungefragt über das Essen und Trinken hergefallen waren. Zurück in Lemvig kauften wir einige Lifestyle-Getränke für die Abschiedsfeier bei Emilie am selbigem Abend. Zuvor jedoch trafen wir uns in der Schule zur Abschlussfeier und genossen das vorzügliche Essen, welches wir selbst zubereitet hatten. Wir resümierten die Woche mit einem Quiz, welches - trotz der kompetenten Erstellerinnen – kleine Fehler enthielt.

Mange tak for den dejlige tid!!!!!

 

Freitag, der 23. März

Singend starteten wir in den letzten Tag unseres Austausch-Programms. An diesem Freitag stand in allen Schulen Dänemarks ein vielfältiges Gesang-Programm auf dem Plan. Beschwingt und gut gelaunt schauten wir uns zusammen mit Signe die Grundschule von Lemvig an, welche in Dänemark die Klassen 0 (Vorschule) bis mindestens 9. Klasse beinhaltet. Danach haben die Schülerinnen oder Schüler mehrere Möglichkeiten, ihre Schullaufbahn weiterzuverfolgen. In dem Rundgang entdeckten wir einen 3D-Drucker, VR-Brillen, programmierbares Spielzeug und vieles mehr, was zum Standard vieler dänischen Schulen gehört.

Danach hieß es Abschied nehmen – noch einmal wurden die Austauschpartner gedrückt und geherzt. Schon jetzt freuen wir uns auf den Gegenbesuch im September 2018.

Die Rückfahrt glich einer Fernreise, über 12 Stunden waren wir unterwegs, mussten gefühlt 100-mal umsteigen, so dass sich mancher fragte, ob Trampen nicht eine bessere Alternative gewesen wäre!

 

Vielen Dank für die Zeit bei den glücklichsten Menschen der Welt!

 

Marie-Louise, Karla, Corinne, Lea, Julia, Jessica, Nils, Marcin, Christoph & KirschKern

U. Massow, F. Simons


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