Artikel anzeigen
L/Gr/Arch Exkursion nach Mainz 30.07.2012 19.52 Uhr
Venimus, Videmus, Vincimus
(Für alle Nicht-Lateiner: Übersetze: Wir kommen, wir sehen, wir siegen.)
Das war der Leitsatz, den wir – der Latein- und Griechischkurs sowie das W-Seminar Archäologie der Q11 - uns auf die Fahne geschrieben hatten, als wir uns am Donnerstag, dem 19. Juli 2012, um 8.30h am Bahnhof trafen, um unsere Exkursion „Auf den Spuren der Römer in Mogontiacum“ zu beginnen (Für alle Nicht-Lateiner: Pech gehabt, schaut selbst nach!). Nach etwa 1,5 Stunden Zugfahrt erreichten wir den kleinen Bahnhof am Schifffahrtsmuseum, welches wir nach einer Kaffeepause (immer diese Öffnungszeiten!) um kurz nach Elf besichtigen konnten. Das Schiffsmuseum ist heute noch Museum und Forschungsanstalt zugleich, sodass wir neben originalgetreuen Nachbauten der bis zu 10m langen römischen Handels- und Patrouillen-Schiffe, auf deren Reste man in den Sechzigern beim Bau des Hilton-hotels gestoßen war, auch die Restauration neuer Fundstücke bewundern konnten. Weiter ging es dann zum Amphitheater, welches auf den ersten Blick zwar klein wirkte, aber damals bis zu 20 000 Besucher fassen konnte. Unsere Stadtführerin erklärte weiterhin, dass dieses Theater dem römischen Feldherrn Drusus gewidmet war, ebenso das berühmte Grabdenkmal, das unser nächstes Ziel war. Obwohl Drusus eigentlich in Rom begraben war, widmete man dem großartigen Mann für seine Verdienste bei der Verteidigung der Hauptstadt der römischen Provinz Germania Superior gegen die Germanen dieses Denkmal. Die nächsten Stationen waren Reste eines Kaltbads und Toiletten, die man leider kaum mehr erahnen konnte, und schließlich das alte Stadttor, an dem man sowohl die Lage der damaligen Stadt erkennen konnte, die sich knapp 8m unter dem heutigen Stadtniveau befand, als auch heute noch sichtbare Rillen, die auf Fuhrwagen von 1,90m Breite schließen lassen, für die damalige Zeit riesige Wagen. Mit einem letzten Blick über die Stadt und dem Rat der Stadtführerin, in der verbleibenden Zeit das Isis-Denkmal zu besichtigen, das sich einen Blick lohnen würde, endete die Führung. Die Zeit bis zur Abfahrt verbrachten wir in kleinen Gruppen in der Innenstadt, wobei wohl eher das Shoppingcenter als das Isis-Denkmal begutachtet wurde, so sind wir Schüler nun mal. Als wir um 17.15h in Aschaffenburg ankamen, waren wir dennoch ziemlich erschöpft, mit Sicherheit aber um einiges gebildeter in Bezug auf römische Geschichte in Deutschland.
Wir danken ganz herzlich unserer Stadtführerin ebenso wie Frau Leipold und Frau Dr. Schmale für ihre Bemühungen und ihr Engagement, uns Geschichte lebendig zu machen und diesen wunderbar interessanten wie erholsamen Tag in Mainz.
Frederike Hock, Q11
... mehr mit Fotoshow