Lernlandschaften

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Fotos von René Reiter


Die Idee der Lernlandschaften ist in erster Linie ein pädagogisches Grundkonzept, das auch eine räumliche Umsetzung benötigt. Diesem Konzept folgt die Generalsanierung des Kronberg-Gymnasiums. Damit ist unsere Schule das erste Gymnasium in Unterfranken, das in diesem Sinne unterrichtet.

Neben der individuelleren Wissensvermittlung ermöglichen uns die Lernlandschaften die Stärkung von überfachlichen Kompetenzen wie der Selbstkompetenz und der Sozialkompetenz. Darüber hinaus erwerben die Schüler/-innen ein breiteres Spektrum an Methodenwissen und bauen dieses von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe weiter aus.

Was bedeutet das Konzept für den Unterricht?

Der Unterricht in den Lernlandschaften hat das Potenzial abwechslungsreicher, methodenreicher und individueller zu sein. Der Anteil der selbstständigen Arbeit durch die Schüler/-innen steigt, sobald die räumlichen Gegebenheiten voll ausgenutzt werden. Das betrifft die einzelne Unterrichtsstunde, aber auch ganze Stoffeinheiten oder die Kooperation zwischen den Fächern.
Das Konzept der Lernlandschaften bedeutet nicht, dass ausschließlich in Freiarbeit unterrichtet wird oder Frontalunterricht komplett aus dem Unterrichtsalltag verschwindet – der Lehrer ist und bleibt die zentrale Bezugsperson und Lernbegleiter.

Was bedeutet das Konzept räumlich?

Neben den Klassenräumen steht allen Klassen einer Jahrgangstufe ein gemeinsamer Marktplatzbereich zur Verfügung, in dem das Lernen auch stattfinden kann. In den Klassenräumen selbst finden sich genügend Ablageflächen, um ein geordnetes Arbeiten in den Räumen zu gewährleisten. Dass die Räume mit Smartboards, Beamern und Dokumentenkameras ausgestattet sind, motiviert die Schüler/-innen zusätzlich und ermöglicht einen anschaulichen Unterricht. Durch den Teppichboden ist die akustische Qualität der Räume sehr hoch. Die Lüftung sorgt für optimal niedrige CO2-Werte.

Was bedeutet das Konzept für die Schüler/-innen?


Unterrichtsstunden finden häufig nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch auf dem sogenannten Marktplatz zwischen den Klassenräumen statt. Dort findet sich genügend Raum für Einzel- und Partnerarbeiten sowie fächer- und klassenübergreifende Projekte. In Nischen können sich die Schüler/-innen zurückziehen, an größeren Arbeitstischen ihr Material ausbreiten oder sich bequem auf dem Boden liegend  gegenseitig abfragen. Auch für das Vorspielen einer Szene auf der kleinen Bühne oder für Präsentationen vor mehreren Klassen ist Platz vorhanden. Besonders flinke Schüler/-innen können sich zum Lesen zurückziehen oder Lehrer/-innen können in Ruhe Einzelnen etwas erklären.

Was bedeutet das Konzept für die Lehrer/-innen?

Die Arbeit in den Lernlandschaften fördert und fordert die kollegiale Zusammenarbeit. Nur durch intensive Absprachen kann man Projekte koordinieren und Unterricht bzw. Leistungserhebungen synchronisieren. Letztlich bedeutet diese Form der Zusammenarbeit auch Qualitätssicherung und ein hohes Maß an Vergleichbarkeit der Klassen.
Bei freieren Unterrichtsstunden im Marktplatz erweitert sich die Rolle der Lehrer/-innen: Diese werden nun auch zu beratenden, individuell auf das Kind eingehende Coachs, die dem Kind helfen, eigene Stärken zu erkennen und vielleicht vorhandene Lücken zu schließen.
Das Konzept heißt nicht, dass Unterricht an Individualität verliert, denn die einzelne Lehrkraft prägt durch ihre Persönlichkeit nach wie vor die Arbeit mit der Klasse.


Was wurde am KGA im laufenden Schuljahr in den Lernlandschaften umgesetzt?

•    Gemeinsame Schulaufgaben im Fach Deutsch
•    Gemeinsame Schulaufgaben im Fach Mathematik
•    Gemeinsame Lektürearbeit in Deutsch
•    Lernzirkel in Geografie, Mathematik
•    Fächerübergreifendes Projekt in Kunst, Mathematik, Erdkunde
•    Freie Lektürewahl in klassenübergreifender Deutschstunde


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